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1. Tag:
Individuelle Anreise nach Danzig [Gdansk]
Per PKW: Bewachtes Parken ca. 36, Euro/Auto/Wo.
Per Linienflug: Von Frankfurt/Hamburg direkt, von anderen
Flughäfen via Warschau oder Kopenhagen.
Per Bahn via Berlin-Stettin o. Frankfurt/Oder.
Für alle Reiseteilnehmer: Ca. 17.00 Uhr Tourbesprechung und
Radausgabe. Wer will, erkundet bei einem individuellen Bummel
die historische Altstadt.
2. Tag:
Danzig Frische Nehrung (ca. 35 km)
Sie erreichen das Weichseldelta und überqueren den Fluss
mit einer offenen Fähre. Dem Strand entlang geht es nach
Stegen [Stegna] zur Fischerkirche aus dem 17. Jh., deren Wände
mit Stoff bespannt sind. In der Nähe erinnert eine Gedenkstätte
an das frühere KZ Stutthof. Bald schon beginnt die Frische
Nehrung, eine schmale Landbrücke, auf der die Grenze zum
russischen Königsberg verläuft. Der beliebte Badeort
Kahlberg [Krynica Morska] war bei Kriegsende die erste Station
für die über das Haff geflüchteten Ostpreußen.
Der weitläufige und schöne Ostseestrand erinnert heute
nicht mehr an diese Ereignisse.
3. Tag:
Frauenburg Elbing (ca. 45 km)
Per Schiff fahren Sie über das Haff nach Frauenburg [Frombork].
Der mächtige Bischofssitz aus dem 13. Jh. begeistert durch
seine vielstimmige Orgel. Kopernikus entdeckte hier den wahren
Lauf der Gestirne. Weiter per Rad am Frischen Haff entlang über
Tolkemit [Tolkmicko] zum Gestüt Cadinnen, dem früheren
Sommersitz Kaiser Wilhelms II. Etappenziel ist Elbing [Elblag],
einst Erster Seehafen Preußens. Im historischen
Zentrum sehen Sie, wie die frühere Hansestadt detailgetreu
wiederaufgebaut wird.
4. Tag:
Elbing (Oberlandkanal) Marienburg
Durch die Niederung östlich der Nogat geht die direkte Strecke
ca. 46 km durch verträumte Dörfer nach Marienburg, der
mächtigen Festung des Deutschen Ritterordens. Wer will, unternimmt
von Elbing aus eine beschauliche Fahrt auf dem Oberlandkanal.
Der 1860 gebaute Kanal ist ein einzigartiges Denkmal früher
Ingenieurskunst und überwindet auf dem Weg nach Masuren durch
fünf Schiefe Ebenen einen Höhenunterschied
von 100 m. Nach dem Passieren der ersten Rampe radeln Sie 43 km
zur Marienburg.
5. Tag:
Marienburg Dirschau Hohenstein
(ca. 44 km) Westwärts radeln Sie zu einem der wichtigsten
Weichselübergänge nach Dirschau [Tczew]. Beim Bau der
preußischen Ostbahn Berlin-Königsberg wurde hier die
mit rund 850 m längste Brücke des Deutschen Reichs errichtet.
Dirschau war Residenz der pomerellischen Herzöge und besitzt
u.a. eine Pfarrkirche aus dem 14. Jh. und eine gotische Dominikanerkirche.
Weiter geht es der Mottlau entlang nach Hohenstein [Pszczolki],
wo eine stilechte Mühle auf holländische Siedler verweist,
die diese Niederung einst entwässert haben.
6. Tag:
Hohenstein Kaschubische Schweiz
(ca. 46 km) Dort, wo die bislang flache Strecke leicht hügelig
wird, beginnt die Kaschubische Schweiz, eine beschauliche Seenplatte
mit dunklen Wäldern und weiten Feldern. Zuckau [Zukowo] ist
Zentrum der volkstümlichen Stickkunst. Sehenswert sind die
Klostergebäude (13. Jh.) mit gotischem Saal und die ehemalige
Klosterkirche mit reicher Innenausstattung.
7. Tag:
Karthaus Danzig (ca. 12 km)
Die letzte Etappe führt ins Zentrum der Kaschubischen Schweiz
rund um Karthaus [Kartuzy], wo ein Besuch des Heimatmuseums lohnt.
1381 gründeten Karthäuser-Mönche das Kloster Marien-Paradies.
Das Dach der Klosterkirche wurde in Form eines Sarges gestaltet.
Nachmittags Transfer nach Danzig, wo sich ein abendlicher Altstadtbummel
empfiehlt.
8. Tag:
Rückreise bzw. Verlängerung
Neben Danzig bieten sich Kloster Oliva, Westerplatte, Gdingen
[Gotenhafen] und Zoppot zur Verlängerung an.
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