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Müller-Touristik

1. Anmeldung, Buchungsbestätigung
1.1 Mit der Reiseanmeldung (Buchung) bietet der Kunde dem Reiseveranstalter
(Müller-Touristik GmbH & Co. KG) den Abschluss des Reisevertrages
verbindlich an. Grundlage dieses Angebots sind die Reiseausschreibung
und die ergänzenden Informationen des Reiseveranstalters
für die jeweilige Reise, soweit diese dem Kunden vorliegen.
1.2 Reisevermittler (z. B. Reisebüros) und Leistungsträger (z. B. Hotels,
Beförderungsunternehmen) sind vom Reiseveranstalter nicht bevollmächtigt,
Vereinbarungen zu treffen, Auskünfte zu geben oder Zusicherungen
zu machen, die den vereinbarten Inhalt des Reisevertrages abändern,
über die vertraglich zugesagten Leistungen des Reiseveranstalters
hinausgehen oder im Widerspruch zur Reiseausschreibung stehen.
1.3 Die Anmeldung kann schriftlich, telefonisch, per Telefax oder auf
elektronischem Weg (per E-Mail oder per Internet) erfolgen. Bei Buchung
über das Internet bestätigt der Reiseveranstalter den Eingang der Buchung
auf elektronischem Weg. Diese Eingangsbestätigung stellt noch
keine Annahme des Buchungsauftrags dar.
1.4 Der Reisevertrag kommt mit der Annahme durch den Reiseveranstalter
zustande. Die Annahme erfolgt durch Aushändigung oder Übersendung
der Buchungsbestätigung (Reisebüro, Postweg, E‑Mail), welche
gleichzeitig die Rechnung darstellt. Mit der Buchungsbestätigung erfragt
der Veranstalter Name, Geschlecht und Alter der jeweiligen Reiseteilnehmer.
Diese Informationen sind vom Reiseanmelder bis spätestens
4 Wochen nach Buchung an Müller-Touristik zu melden.
1.5 Sofern im Katalog eine Mindestteilnehmerzahl angegeben ist, behält
sich Müller-Touristik vor, bis 8 Wochen vor Reisebeginn bei Nichterreichen
der Mindestteilnehmerzahl die Reise abzusagen und dem Kunden
eine vergleichbare Reise anzubieten.
1.6 Weicht der Inhalt der Buchungsbestätigung von dem Inhalt der Anmeldung
ab, so liegt darin ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor,
an das dieser für die Dauer von 14 Tagen nach Zugang der Buchungsbestätigung
gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses
neuen Angebots zustande, wenn der Kunde innerhalb der Bindungsfrist
dem Reiseveranstalter die Annahme durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung
oder durch Zahlung des Reisepreises bestätigt.
1.7 Bei Buchung einer noch nicht katalogmäßig ausgeschriebenen
Reise (Vormerkung) bestätigt der Reiseveranstalter zunächst lediglich
die Vormerkung. Eine Buchungsbestätigung übersendet der Reiseveranstalter
unverzüglich nach Erscheinen des für die vorgemerkte Reise
maßgeblichen Kataloges. Der Reiseveranstalter behält sich vor, dem
Kunden in der Buchungsbestätigung ein dem dann gültigen Katalog
entsprechendes – gegebenenfalls von der Buchung abweichendes –
Reiseangebot zu unterbreiten. Ein solches abweichendes Angebot kann
der Kunde durch Anzahlung bzw. Zahlung des Reisepreises annehmen.
Sofern der Reiseveranstalter die Vormerkung entsprechend der Anmeldung
bestätigt, kann der Kunde innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der
Buchungsbestätigung von der Buchung kostenfrei zurücktreten.
2. Bezahlung, Reiseunterlagen
2.1 Bezahlung
2.1.1 Reiseveranstalter und Reisevermittler dürfen Zahlungen auf den
Reisepreis vor Beendigung der Reise nur fordern oder annehmen, wenn
dem Kunden der Sicherungsschein im Sinne von § 651 k BGB übergeben
wurde.
2.1.2 Dauert die Reise nicht länger als 24 Stunden, schließt sie keine
Übernachtung ein und übersteigt der Reisepreis pro Reiseteilnehmer
€ 75,– nicht, so dürfen Zahlungen auf den Reisepreis auch ohne Aushändigung
eines Sicherungsscheines verlangt werden.
2.1.3 Mit Erhalt der schriftlichen Buchungsbestätigung /Rechnung und
Aushändigung des Sicherungsscheines werden innerhalb von 14 Tagen
20 % des Reisepreises als Anzahlung fällig. Die Anzahlung wird auf den
Reisepreis angerechnet. Zusätzlich sind im Falle des Abschlusses von
Versicherungen (z. B. Reiserücktrittsversicherung) etwaige Versicherungsprämien
in voller Höhe fällig.
2.1.4 Die Restzahlung muss – ohne weitere Aufforderung – spätestens
28 Tage vor Reisetermin gezahlt sein, sofern der Sicherungsschein übergeben
ist. Bei kurzfristigen Buchungen – wenn zwischen Buchungsdatum
und Reisetermin weniger als 28 Tage liegen – ist der Reisepreis nach
Aushändigung des Sicherungsscheines in voller Höhe sofort zu zahlen.
2.1.5 Geht der vollständige Anzahlungsbetrag oder Restbetrag nicht
innerhalb der o. g. Fristen ein und wird auch nach Aufforderung unter
Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung dieser nicht geleistet, so ist der
Reiseveranstalter berechtigt, den Vertrag fristlos zu kündigen und die
Buchung zu stornieren. In diesem Fall kann der Reiseveranstalter die
gemäß den Ziffern 5.2 bis 5.5 zu berechnenden Kosten als Schadenersatz
geltend machen, vorausgesetzt, es liegt nicht bereits zu diesem
Zeitpunkt ein wirksamer Rücktrittsgrund zugunsten des Kunden vor.
Ohne vollständige Zahlung des Reisepreises besteht kein Anspruch auf
Erbringung der Reiseleistung.
2.1.6 Zahlungen sind unter Angabe der Rechnungsnummer ausschließlich
an den auf der Rechnung ausgewiesenen Empfänger zu richten.
Wird der Betrag an jemand anderen gezahlt, so erfolgt die Zahlung auf
eigenes Risiko und berechtigt deshalb nur dann zur Inanspruchnahme
der Leistungen aus dem Reisevertrag, wenn der Reisepreis vollständig
beim Reiseveranstalter eingegangen ist. Zahlungen werden ausschließlich
per Banküberweisung akzeptiert.
2.2 Reiseunterlagen
Der Reiseveranstalter ist bemüht, die Reiseunterlagen ca. 14 Tage vor
Reisetermin zu versenden. Sollte der Kunde diese nicht spätestens 5 Tage
vor dem Reisetermin erhalten haben, wird er den Reiseveranstalter bzw.
das Reisebüro entsprechend informieren.
Müssen vor Leistungsbeginn Ersatzunterlagen wegen eines durch den
Reiseteilnehmer zu verantwortenden Verlustes von Reiseunterlagen
oder Tickets beschafft werden, geht dies zulasten des Reiseteilnehmers
und wird mit einer Gebühr von € 75,– pro Person berechnet. Dem Kunden
bleibt es in jedem Fall unbenommen, dem Reiseveranstalter nachzuweisen, dass diesem überhaupt kein oder ein wesentlich geringerer Schaden
entstanden ist als die von ihm geforderte Pauschale.
3. Beförderung
3.1 Rückreisezeiten bei Flugreisen
Nimmt der Kunde im Zielgebiet die Reiseleitung nicht in Anspruch, ist er
verpflichtet, sich spätestens 24 Stunden vor dem Rückflug bei der in den
Reiseunterlagen aufgeführten Fluggesellschaft den genauen Zeitpunkt
des Rückfluges nochmals bestätigen zu lassen. Für Nachteile, die durch
Nichtbeachtung dieser Maßnahme entstehen und die der Reiseteilnehmer
zu vertreten hat, kann der Reiseveranstalter nicht aufkommen.
3.2 Gepäckbeförderung
Bei Schiffsreisen, Tanzzugreisen und Busreisen ist ein Koffer bzw. eine
Reisetasche mit einem Gesamtmaß von 158 cm (Breite + Höhe + Tiefe)
plus ein Handgepäckstück von ca. 40 cm x 30 cm x 20 cm pro Person
zulässig. Die Mitnahme von Sondergepäck ist aus Sicherheitsgründen
nur nach vorheriger Anmeldung und Genehmigung möglich. Bei Flugreisen
ist die Beförderung von über die Freimenge hinausgehendem
Gepäck (Übergepäck) nur möglich, sofern dies im Katalog ausdrücklich
erwähnt ist.
3.3 Fahrtzeiten und Zustiege bei Bus- /Bahnreisen
Der Reiseveranstalter behält sich vor, die Zustiegs- und/oder Fahrzeitenplanungen
wegen notwendiger Änderungen im Streckenverlauf
anzupassen.
4. Leistungen, Leistungsänderungen, Preisanpassungen
4.1 Die Angebote zu den vertraglichen Reiseleistungen in diesem Prospekt
entsprechen dem Stand bei Drucklegung. Bis zur Übermittlung des
Kundenbuchungswunsches sind Änderungen der Leistungen aus sachlichen
Gründen möglich. Über diese wird der Kunde vom Reiseveranstalter
vor Vertragsabschluss unterrichtet.
4.1.1 Die in diesem Prospekt angegebenen Preise sind bindend. Der Reiseveranstalter
behält sich jedoch ausdrücklich vor, vor Vertragsschluss
eine Änderung des Reisepreises insbesondere aus folgenden Gründen
zu erklären, über die der Kunde vor Bestätigung der Buchung durch den
Reiseveranstalter informiert wird:
– Eine entsprechende Anpassung des im Prospekt angegebenen
Preises ist im Fall der Erhöhung der Beförderungskosten, der Abgaben
für bestimmte Leistungen wie Hafen- oder Flughafengebühren oder
einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse
sowie einer Erhöhung der Umsatzsteuer nach Veröffentlichung des
Prospektes zulässig.
4.2 Kann die Reise infolge eines Umstandes, der nach Vertragsabschluss
eingetreten und vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben
herbeigeführt worden ist, nicht vertragsgemäß durchgeführt werden, so
ist der Reiseveranstalter berechtigt, einzelne Reiseleistungen zu ändern,
sofern die Abweichung zur ursprünglich gebuchten Leistung objektiv
nicht erheblich und für den Reisenden zumutbar ist und den Gesamtzuschnitt
der gebuchten Reise nicht beeinträchtigt. Das gilt insbesondere
bei Schiffsreisen auch für Änderungen der Fahrt- und Liegezeiten und/
oder der Routen (vor allem auch aus Sicherheits- oder Witterungsgründen),
über die allein der für das jeweilige Schiff verantwortliche Kapitän
entscheidet. Die geänderte Leistung tritt an die Stelle der ursprünglich
vertraglich geschuldeten Leistung. Eventuelle Gewährleistungsansprüche
bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln
behaftet sind.
4.3 Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Kunden über wesentliche
Leistungsänderungen unverzüglich nach Kenntnis von dem Änderungsgrund
zu informieren.
4.4 Im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung
ist der Reisende berechtigt, unentgeltlich vom Reisevertrag zurückzutreten
oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu
verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise
ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten. Der
Kunde hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung des Reiseveranstalters
über die Änderung der Reiseleistung oder die Absage der Reise
diesem gegenüber geltend zu machen.
4.5 Der Reiseveranstalter behält sich vor, den im Reisevertrag vereinbarten
Preis im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgabe
für bestimmte Leistungen wie Hafen- oder Flughafengebühren oder
einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse
entsprechend wie folgt zu ändern:
1. Erhöhen sich die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden
Beförderungskosten, insbesondere die Treibstoffkosten, so kann der
Reiseveranstalter den Reisepreis nach Maßgabe der nachfolgenden
Berechnung erhöhen:
a) Bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung kann der Reiseveranstalter
vom Reisenden den Erhöhungsbetrag verlangen.
b) In anderen Fällen werden die vom Beförderungsunternehmen pro
Beförderungsmittel geforderten, zusätzlichen Beförderungskosten
durch die Zahl der Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels
geteilt. Den sich so ergebenden Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz
kann der Reiseveranstalter vom Reisenden verlangen.
2. Werden die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Abgaben
wie Hafen- oder Flughafengebühren gegenüber dem Reiseveranstalter
erhöht, so kann der Reisepreis um den entsprechenden
anteiligen Betrag heraufgesetzt werden. Gleiches gilt im Falle der
Erhöhung der Umsatzsteuer.
3. Bei einer Änderung der Wechselkurse nach Abschluss des Reisevertrages
kann der Reisepreis in dem Umfang erhöht werden, in dem
sich die Reise dadurch für den Reiseveranstalter verteuert hat.
4. Eine Erhöhung ist nur zulässig, sofern zwischen Vertragsschluss
und dem vereinbarten Reisetermin mehr als 4 Monate liegen und die
zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsschluss noch nicht
eingetreten und bei Vertragsschluss für den Reiseveranstalter nicht
vorhersehbar waren.
5. Im Falle einer nachträglichen Änderung des Reisepreises hat der
Reiseveranstalter den Reisenden unverzüglich zu informieren. Preiserhöhungen
ab dem 20. Tag vor Reiseantritt sind unwirksam. Bei
Preiserhöhungen von mehr als 5 % ist der Reisende berechtigt, ohne
Gebühren vom Vertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer
mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter
in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den
Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde hat diesen
Anspruch unverzüglich nach der Mitteilung des Reiseveranstalters
über die Preiserhöhung diesem gegenüber geltend zu machen.
5. Rücktritt durch den Kunden vor Reisebeginn /
Stornokosten
5.1 Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten.
Der Rücktritt ist gegenüber dem Reiseveranstalter unter der
nachfolgend (am Ende der Reisebedingungen) angegebenen Anschrift
zu erklären. Falls die Reise über ein Reisebüro gebucht wurde, kann der
Rücktritt auch diesem gegenüber erklärt werden. Es wird dem Kunden
im eigenen Interesse und aus Beweissicherungsgründen dringend empfohlen,
den Rücktritt schriftlich zu erklären. Die Abmeldung des Kunden
wird wirksam an dem Tag, an dem sie dem Veranstalter oder dem Reisebüro
zugeht.
5.2 Tritt der Kunde oder ein Reiseteilnehmer vom Reisevertrag zurück
oder tritt er die Reise nicht an, so steht dem Reiseveranstalter – soweit
der Rücktritt nicht von ihm zu vertreten ist oder ein Fall höherer Gewalt
vorliegt – statt des Reisepreises eine angemessene Entschädigung für
die bis zum Rücktritt getroffenen Reisevorkehrungen und seine Aufwendungen
in Abhängigkeit von dem jeweiligen Reisepreis zu.
5.3 Der Reiseveranstalter hat diesen Entschädigungsanspruch zeitlich
gestaffelt, d. h. unter Berücksichtigung der Nähe des Zeitpunktes des
Rücktritts zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn in einem prozentualen
Verhältnis zum Reisepreis pauschaliert und bei der Berechnung
der Entschädigung gewöhnlich ersparte Aufwendungen und gewöhnlich
mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistung berücksichtigt.
Die Entschädigung wird nach dem Zeitpunkt des Zugangs der Rücktrittserklärung
des Kunden wie folgt berechnet:
5.3.1 Bei Flugreisen, kombinierten Flug- und Schiffsreisen sowie
Schiffsreisen mit der MPS Statendam und MS Allegro, Tanzzugreisen,
Busreisen sowie Leistungen aus dem Schnee-Express-Prospekt:
bis 90 Tage vor Reiseantritt: 20 %, mindestens € 25,– pro Person
89 – 30 Tage vor Reiseantritt: 35 %, mindestens € 25,– pro Person
29 – 21 Tage vor Reiseantritt: 45 %, mindestens € 25,– pro Person
20 – 11 Tage vor Reiseantritt: 60 %, mindestens € 25,– pro Person
10 – 2 Tage vor Reiseantritt: 70 %, mindestens € 25,– pro Person
1 Tag vor Reiseantritt bzw. Nichtanreise: 90 %, mindestens € 25,– pro
Person
5.3.2 Bei Schiffsreisen (außer MPS Statendam und MS Allegro):
sowie kombinierten Tanzzug- und Schiffsreisen
bis 90 Tage vor Reiseantritt: 10 %, mindestens € 25,– pro Person
89 – 43 Tage vor Reiseantritt: 35 %, mindestens € 25,– pro Person
42 – 29 Tage vor Reiseantritt: 60 %, mindestens € 25,– pro Person
28 – 17 Tage vor Reiseantritt: 80 %, mindestens € 25,– pro Person
16 – 8 Tage vor Reiseantritt: 90 %, mindestens € 25,– pro Person
7 Tage vor Reiseantritt bzw. Nichtanreise: 95 %, mindestens € 25,– pro
Person
5.3.3 Bei Eigenanreise:
bis 30 Tage vor Reiseantritt: 20 %, mindestens € 25,– pro Person
9 – 21 Tage vor Reiseantritt: 25 %, mindestens € 25,– pro Person
20 – 11 Tage vor Reiseantritt: 45 %, mindestens € 25,– pro Person
10 – 2 Tage vor Reiseantritt: 60 %, mindestens € 25,– pro Person
1 Tag vor Reiseantritt bzw. Nichtanreise: 80 %, mindestens € 25,– pro
Person
5.4 Dem Kunden bleibt es in jedem Fall unbenommen, dem Reiserveranstalter
nachzuweisen, dass diesem überhaupt kein oder ein wesentlich
niedrigerer Schaden entstanden ist als die von ihm geforderte Pauschale.
5.5 Der Reiseveranstalter behält sich vor, in Abweichung von den vorstehenden
Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern. In
diesem Fall ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die geforderte Entschädigung
unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer
etwaigen, anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu
beziffern und zu belegen.
5.6 Bei Stornierung eines RIT-Tickets der Deutschen Bahn AG fällt eine
Pauschale in Höhe von € 25,– Euro pro Person an.
5.7 Rücktrittsgebühren sind sofort fällig.
6. Umbuchungen, Änderung der bestehenden Buchung
6.1 Bei Eigenanreise, Flugreisen, Schiffsreisen mit der MPS Statendam
und MS Allegro, Tanzzugreisen, Busreisen sowie Leistungen aus dem
Schnee-Express-Prospekt oder Kombinationen dieser Reisen gilt Folgendes:
6.1.1 Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsabschluss auf Änderungen
hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts,
der Unterkunft oder der Beförderungsart besteht nicht. Auf Wunsch
des Kunden nimmt der Reiseveranstalter eine Abänderung der Reiseanmeldung
(Umbuchung) vor, soweit die Durchführung möglich ist. Als
Umbuchungen gelten, unter Beibehaltung des Zielortes, Änderungen
hinsichtlich des Reisetermins (innerhalb der gleichen Saisonzeit), der
Unterkunft / Belegungsart oder des Abfahrtsortes. Eine Änderung der
gebuchten Beförderungsart gilt nur dann als Umbuchung, wenn von
Eigenanreise auf eine andere Beförderungsart unter Beibehaltung des
Zielortes geändert wird. Eine Umbuchung von einer Festbuchung auf
eine Vormerkung ist nicht möglich. Wird auf Wunsch des Kunden eine
Umbuchung vorgenommen, kann der Reiseveranstalter in Abhängigkeit
von den nachstehenden Fristen ein Umbuchungsentgelt pro Kunde wie
folgt erheben:
Erfolgt die Umbuchung bis 30 Tage vor Reiseantritt, berechnet der Reiseveranstalter
für die Bearbeitung der Umbuchung € 30,– pro Person.
In allen weiteren Fällen (insbesondere Umbuchungen ab 29 Tage vor
Reiseantritt, Änderungen des Zielortes, Änderungen der Beförderungsart
– außer von Eigenanreise auf eine andere Beförderungsart – etc.) kön-
1. Anmeldung, Buchungsbestätigung
1.1 Mit der Reiseanmeldung (Buchung) bietet der Kunde dem Reiseveranstalter
(Müller-Touristik GmbH & Co. KG) den Abschluss des Reisevertrages
verbindlich an. Grundlage dieses Angebots sind die Reiseausschreibung
und die ergänzenden Informationen des Reiseveranstalters
für die jeweilige Reise, soweit diese dem Kunden vorliegen.
1.2 Reisevermittler (z. B. Reisebüros) und Leistungsträger (z. B. Hotels,
Beförderungsunternehmen) sind vom Reiseveranstalter nicht bevollmächtigt,
Vereinbarungen zu treffen, Auskünfte zu geben oder Zusicherungen
zu machen, die den vereinbarten Inhalt des Reisevertrages abändern,
über die vertraglich zugesagten Leistungen des Reiseveranstalters
hinausgehen oder im Widerspruch zur Reiseausschreibung stehen.
1.3 Die Anmeldung kann schriftlich, telefonisch, per Telefax oder auf
elektronischem Weg (per E-Mail oder per Internet) erfolgen. Bei Buchung
über das Internet bestätigt der Reiseveranstalter den Eingang der Buchung
auf elektronischem Weg. Diese Eingangsbestätigung stellt noch
keine Annahme des Buchungsauftrags dar.
1.4 Der Reisevertrag kommt mit der Annahme durch den Reiseveranstalter
zustande. Die Annahme erfolgt durch Aushändigung oder Übersendung
der Buchungsbestätigung (Reisebüro, Postweg, E‑Mail), welche
gleichzeitig die Rechnung darstellt. Mit der Buchungsbestätigung erfragt
der Veranstalter Name, Geschlecht und Alter der jeweiligen Reiseteilnehmer.
Diese Informationen sind vom Reiseanmelder bis spätestens
4 Wochen nach Buchung an Müller-Touristik zu melden.
1.5 Sofern im Katalog eine Mindestteilnehmerzahl angegeben ist, behält
sich Müller-Touristik vor, bis 8 Wochen vor Reisebeginn bei Nichterreichen
der Mindestteilnehmerzahl die Reise abzusagen und dem Kunden
eine vergleichbare Reise anzubieten.
1.6 Weicht der Inhalt der Buchungsbestätigung von dem Inhalt der Anmeldung
ab, so liegt darin ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor,
an das dieser für die Dauer von 14 Tagen nach Zugang der Buchungsbestätigung
gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses
neuen Angebots zustande, wenn der Kunde innerhalb der Bindungsfrist
dem Reiseveranstalter die Annahme durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung
oder durch Zahlung des Reisepreises bestätigt.
1.7 Bei Buchung einer noch nicht katalogmäßig ausgeschriebenen
Reise (Vormerkung) bestätigt der Reiseveranstalter zunächst lediglich
die Vormerkung. Eine Buchungsbestätigung übersendet der Reiseveranstalter
unverzüglich nach Erscheinen des für die vorgemerkte Reise
maßgeblichen Kataloges. Der Reiseveranstalter behält sich vor, dem
Kunden in der Buchungsbestätigung ein dem dann gültigen Katalog
entsprechendes – gegebenenfalls von der Buchung abweichendes –
Reiseangebot zu unterbreiten. Ein solches abweichendes Angebot kann
der Kunde durch Anzahlung bzw. Zahlung des Reisepreises annehmen.
Sofern der Reiseveranstalter die Vormerkung entsprechend der Anmeldung
bestätigt, kann der Kunde innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der
Buchungsbestätigung von der Buchung kostenfrei zurücktreten.
2. Bezahlung, Reiseunterlagen
2.1 Bezahlung
2.1.1 Reiseveranstalter und Reisevermittler dürfen Zahlungen auf den
Reisepreis vor Beendigung der Reise nur fordern oder annehmen, wenn
dem Kunden der Sicherungsschein im Sinne von § 651 k BGB übergeben
wurde.
2.1.2 Dauert die Reise nicht länger als 24 Stunden, schließt sie keine
Übernachtung ein und übersteigt der Reisepreis pro Reiseteilnehmer
€ 75,– nicht, so dürfen Zahlungen auf den Reisepreis auch ohne Aushändigung
eines Sicherungsscheines verlangt werden.
2.1.3 Mit Erhalt der schriftlichen Buchungsbestätigung /Rechnung und
Aushändigung des Sicherungsscheines werden innerhalb von 14 Tagen
20 % des Reisepreises als Anzahlung fällig. Die Anzahlung wird auf den
Reisepreis angerechnet. Zusätzlich sind im Falle des Abschlusses von
Versicherungen (z. B. Reiserücktrittsversicherung) etwaige Versicherungsprämien
in voller Höhe fällig.
2.1.4 Die Restzahlung muss – ohne weitere Aufforderung – spätestens
28 Tage vor Reisetermin gezahlt sein, sofern der Sicherungsschein übergeben
ist. Bei kurzfristigen Buchungen – wenn zwischen Buchungsdatum
und Reisetermin weniger als 28 Tage liegen – ist der Reisepreis nach
Aushändigung des Sicherungsscheines in voller Höhe sofort zu zahlen.
2.1.5 Geht der vollständige Anzahlungsbetrag oder Restbetrag nicht
innerhalb der o. g. Fristen ein und wird auch nach Aufforderung unter
Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung dieser nicht geleistet, so ist der
Reiseveranstalter berechtigt, den Vertrag fristlos zu kündigen und die
Buchung zu stornieren. In diesem Fall kann der Reiseveranstalter die
gemäß den Ziffern 5.2 bis 5.5 zu berechnenden Kosten als Schadenersatz
geltend machen, vorausgesetzt, es liegt nicht bereits zu diesem
Zeitpunkt ein wirksamer Rücktrittsgrund zugunsten des Kunden vor.
Ohne vollständige Zahlung des Reisepreises besteht kein Anspruch auf
Erbringung der Reiseleistung.
2.1.6 Zahlungen sind unter Angabe der Rechnungsnummer ausschließlich
an den auf der Rechnung ausgewiesenen Empfänger zu richten.
Wird der Betrag an jemand anderen gezahlt, so erfolgt die Zahlung auf
eigenes Risiko und berechtigt deshalb nur dann zur Inanspruchnahme
der Leistungen aus dem Reisevertrag, wenn der Reisepreis vollständig
beim Reiseveranstalter eingegangen ist. Zahlungen werden ausschließlich
per Banküberweisung akzeptiert.
2.2 Reiseunterlagen
Der Reiseveranstalter ist bemüht, die Reiseunterlagen ca. 14 Tage vor
Reisetermin zu versenden. Sollte der Kunde diese nicht spätestens 5 Tage
vor dem Reisetermin erhalten haben, wird er den Reiseveranstalter bzw.
das Reisebüro entsprechend informieren.
Müssen vor Leistungsbeginn Ersatzunterlagen wegen eines durch den
Reiseteilnehmer zu verantwortenden Verlustes von Reiseunterlagen
oder Tickets beschafft werden, geht dies zulasten des Reiseteilnehmers
und wird mit einer Gebühr von € 75,– pro Person berechnet. Dem Kunden
bleibt es in jedem Fall unbenommen, dem Reiseveranstalter nachzuwei-
REISEBEDINGUNGEN MÜLLER-TOURISTIK
nen, soweit die Durchführung überhaupt möglich ist, Kundenwünsche
nur nach Rücktritt des Kunden vom Reisevertrag gemäß den Ziffern 5.2
bis 5.6 und zu den dort aufgeführten Bedingungen und bei gleichzeitiger
Neuanmeldung durchgeführt werden. Dies gilt nicht bei Kundenwünschen,
die nur geringfügige Kosten verursachen.
6.1.2 Der Kunde kann bis zum Reisetermin eine Ersatzperson für sich
und/oder die anderen von ihm angemeldeten Personen durch entsprechende
Mitteilung an den Reiseveranstalter bestellen. Im Zweifel hat
der Kunde den Zugang der Mitteilung an den Reiseveranstalter nachzuweisen.
Die Benennung einer Ersatzperson ist grundsätzlich gegen eine
Gebühr von € 25,– möglich. Bei Namensänderungen für Flugreisen, die
bis 8 Tage vor Reiseantritt gemeldet werden, beträgt die Gebühr € 30,–.
Bei Namensänderungen für Flugreisen, die 7 – 0 Tage vor Reiseantritt
gemeldet werden, beträgt die Gebühr € 75,– (Tickethinterlegung am
Flughafen).
Der Reiseveranstalter kann dem Wechsel in der Person widersprechen,
wenn diese den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt, ihrer
Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen
oder sich die Gruppenzusammensetzung (männliche/weibliche
Teilnehmer) der angemeldeten Gruppe ändert. Bei Widerspruch
durch den Reiseveranstalter gelten die üblichen Rücktrittsbedingungen.
Das Kriterium Gruppenzusammensetzung gilt ausschließlich für Reisen
aus dem Bereich Partytouren, nicht jedoch für Reisen aus dem Bereich
Städte & Städtchen – Flüsse & Meere. Tritt ein Dritter in den Vertrag ein,
so haften er und der Kunde dem Reiseveranstalter als Gesamtschuldner
für den Reisepreis und die durch den Eintritt des Dritten entstehenden
Mehrkosten.
6.2 Bei den nachfolgend aufgeführten Schiffsreisen (auch in Kombination
mit Flugreise oder Zug) gelten die unten aufgeführten Fristen sowie
zusätzlichen Kosten:
6.3 Bei Schiffsreisen, die mit einer Fluganreise kombiniert sind, fallen neben
den Gebühren für die Meldung von Ersatzpersonen und Umbuchungen
zusätzlich je € 30,– für die Änderung des inkludierten Flugtickets an.
6.4 Umbuchungsgebühren sind sofort fällig.
7. Nicht in Anspruch genommene Leistung
Nimmt der Kunde einzelne Reiseleistungen, die ihm ordnungsgemäß
angeboten wurden, nicht in Anspruch aus Gründen, die ihm zuzurechnen
sind (z. B. wegen vorzeitiger Rückreise), hat er keinen Anspruch auf
anteilige Erstattung des Reisepreises. Der Reiseveranstalter wird sich
um Erstattung der ersparten Aufwendungen durch die Leistungsträger
bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um völlig unerhebliche
Leistungen handelt oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder
behördliche Bestimmungen entgegenstehen.
8. Kündigung
8.1 Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen
Der Reiseveranstalter kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer
Frist kündigen, wenn der Kunde oder einer der von ihm angemeldeten
Reiseteilnehmer ungeachtet einer Abmahnung des Reiseveranstalters
nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig
verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist.
Kündigt der Reiseveranstalter, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis;
er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie
diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen
Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen erlangt,
einschließlich der ihm von den Leistungsträgern gutgebrachten Beträge.
8.2 Kündigung wegen höherer Gewalt
Im Falle höherer Gewalt richten sich die Kündigungsrechte der Parteien
nach § 651 j BGB:
㤠651 j: (1) Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer
höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt,
so können sowohl der Reiseveranstalter als auch der Reisende
den Vertrag allein nach Maßgabe dieser Vorschrift kündigen. (2) Wird
der Vertrag nach Absatz 1 gekündigt, so finden die Vorschriften des
§ 651 e Abs. 3 Sätze 1 und 2, Abs. 4 Satz 1 Anwendung. Die Mehrkosten
für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im
Übrigen fallen die Mehrkosten dem Reisenden zur Last.“
8.3 Ausschluss von Veranstaltungen aufgrund falscher
Angaben
Die in der Bestätigung genannten Angaben (männliche/weibliche Teilnehmer,
Altersangaben) sind Bestandteil des Vertrages. Der Reiseveranstalter
behält sich vor, diese bei Anreise auf Korrektheit zu überprüfen
und nicht oder nicht korrekt angemeldete Personen von der Reise bzw.
von einzelnen Veranstaltungen auszuschließen.
9. Mitwirkungspflichten des Kunden
9.1 Mängelanzeige
Wird die Reise nicht vertragsgemäß erbracht, so kann der Kunde Abhilfe
verlangen.
Der Kunde ist verpflichtet, dem Reiseveranstalter einen aufgetretenen
Reisemangel unverzüglich anzuzeigen. Unterlässt er dies schuldhaft, tritt
eine Minderung des Reisepreises nicht ein.
Dies gilt nur dann nicht, wenn die Anzeige erkennbar aussichtslos ist
oder aus anderen Gründen unzumutbar ist.
Der Kunde ist verpflichtet, seine Mängelanzeige unverzüglich der Reiseleitung
am Urlaubsort / im Zug zur Kenntnis zu geben. Ist eine Reiseleitung
am Urlaubsort / im Zug nicht vorhanden, sind etwaige Reisemängel
dem Reiseveranstalter an dessen Sitz zur Kenntnis zu geben. Über die
Erreichbarkeit der Reiseleitung bzw. des Reiseveranstalters wird der
Kunde in der Leistungsbeschreibung, spätestens jedoch mit den Reiseunterlagen,
unterrichtet. Die Reiseleitung ist beauftragt, für Abhilfe zu
sorgen, sofern dies möglich ist. Sie ist jedoch nicht befugt, Ansprüche
des Kunden anzuerkennen.
9.2 Fristsetzung vor Kündigung
Will ein Kunde den Reisevertrag wegen eines Reisemangels der in § 651
c BGB bezeichneten Art nach § 651 e BGB oder aus wichtigem, dem
Reiseveranstalter erkennbaren Grund wegen Unzumutbarkeit kündigen,
hat er dem Reiseveranstalter zuvor eine angemessene Frist zur Abhilfeleistung
zu setzen. Dies gilt nur dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich
ist oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige
Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Kunden
gerechtfertigt wird.
9.3 Gepäckverlust und Gepäckverspätung
Schäden oder Zustellungsverzögerungen bei Flugreisen empfiehlt
der Reiseveranstalter dringend unverzüglich an Ort und Stelle mittels
Schadensanzeige (P. I. R.) der zuständigen Fluggesellschaft anzuzeigen.
Fluggesellschaften lehnen in der Regel Erstattungen ab, wenn die
Schadenanzeige nicht ausgefüllt worden ist. Die Schadenanzeige ist bei
Gepäckbeschädigung binnen 7 Tagen, bei Verspätungen innerhalb von
21 Tagen nach Aushändigung, zu erstatten. Im Übrigen ist der Verlust,
die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck der Reiseleitung
oder der örtlichen Vertretung des Reiseveranstalters anzuzeigen.
9.4 Reiseunterlagen
Der Kunde hat den Reiseveranstalter zu informieren, wenn er die erforderlichen
Reiseunterlagen (z. B. Flugschein, Bahnticket, Hotelgutscheine)
nicht innerhalb der vom Reiseveranstalter mitgeteilten Frist laut Ziffer
2.2 erhält.
9.5 Schadensminderungspflicht
Der Kunde hat den Eintritt eines Schadens möglichst zu verhindern und
eingetretene Schäden gering zu halten. Insbesondere hat er den Reiseveranstalter
auf die Gefahr eines Schadens aufmerksam zu machen.
10. Beschränkung der Haftung
10.1Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für Schäden, die
nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt,
a) soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig
herbeigeführt wird oder
b) soweit der Reiseveranstalter für einen dem Reisenden entstehenden
Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich
ist.
10.2 Die deliktische Haftung des Reiseveranstalters für Sachschäden, die
nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist auf den dreifachen
Reisepreis beschränkt. Diese Haftungshöchstsumme gilt jeweils je
Reisender und Reise. Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche
im Zusammenhang mit Reisegepäck nach dem Montrealer Übereinkommen
bleiben von der Beschränkung unberührt.
10.3 Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen-
und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als
Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z. B. Ausflüge, Sportveranstaltungen,
Theaterbesuche, Ausstellungen, Mietwagen, Beförderungsleistungen
von und zum ausgeschriebenen Ausgangs- und Zielort),
wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der Buchungsbestätigung
ausdrücklich und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners
als Fremdleistung so eindeutig gekennzeichnet werden, dass
sie für den Kunden erkennbar nicht Bestandteil der Reiseleistung des
Reiseveranstalters sind.
Der Reiseveranstalter haftet jedoch
a) für Leistungen, welche die Beförderung des Kunden vom ausgeschriebenen
Ausgangsort der Reise zum ausgeschriebenen Zielort, Zwischenbeförderungen
während der Reise und die Unterbringung während der
Reise beinhalten,
b) wenn und soweit für einen Schaden des Kunden die Verletzung von
Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten des Reiseveranstalters
ursächlich geworden ist.
10.4 Für die Auswahl der Leistungsträger, mit denen der Kunde – auch
durch Vermittlung von Reiseleitern des Reiseveranstalters – Zusatzleistungen
vereinbart, ist in jedem Fall der Kunde selbst verantwortlich.
10.5 Im Fall der Verspätung von Tanzzügen haftet der Reiseveranstalter
nur, sofern diese von ihm wider Treu und Glauben herbeigeführt worden
ist.
11. Ausschluss von Ansprüchen
Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise hat der
Kunde innerhalb eines Monats nach dem vertraglich vorgesehenen
Zeitpunkt der Beendigung der Reise geltend zu machen. Die Geltendmachung
kann fristwahrend nur gegenüber dem Reiseveranstalter unter der
nachfolgend angegebenen Anschrift erfolgen. Nach Ablauf der Frist kann
der Kunde Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an
der Einhaltung der Frist verhindert worden ist.
Diese Frist gilt auch für die Anmeldung von Gepäckschäden oder Zustellungsverzögerungen
beim Gepäck im Zusammenhang mit Flügen gemäß
Ziffer 9.3., wenn Gewährleistungsrechte aus den §§ 651 c Abs. 3, 651
d, 651 e Abs. 3 und 4 BGB geltend gemacht werden. Ein Schadensersatzanspruch
wegen Gepäckbeschädigung ist binnen 7 Tagen, ein Schadensersatzanspruch
wegen Gepäckverspätung binnen 21 Tagen nach
Aushändigung geltend zu machen.
12. Verjährung
12.1 Ansprüche des Kunden nach den §§ 651 c bis f BGB wegen der
schuldhaften Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit
verjähren in zwei Jahren. Entsprechendes gilt auch für Ansprüche auf Ersatz
für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen
Pflichtverletzung des Reiseveranstalters, seiner gesetzlichen Vertreter
oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
12.2 Alle übrigen Ansprüche nach den §§ 651 c bis f BGB verjähren in
einem Jahr.
12.3 Die Verjährung nach Ziffer 12.1 und 12.2 beginnt mit dem Tag, der
dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt.
12.4 Schweben zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter Verhandlungen
über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden
Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Kunde oder der Reiseveranstalter
die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung
tritt frühestens drei Monate nach dem Ende der Hemmung ein.
13. Informationspflichten über die Identität des ausführenden
Luftfahrtunternehmens
Die EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität
des ausführenden Luftfahrtunternehmens verpflichtet den Reiseveranstalter,
den Kunden über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft
sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen
bei der Buchung zu informieren.
Steht bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest,
so ist der Reiseveranstalter verpflichtet, dem Kunden die Fluggesellschaft
bzw. die Fluggesellschaften zu nennen, die wahrscheinlich den
Flug durchführen wird bzw. werden.
Sobald der Reiseveranstalter weiß, welche Fluggesellschaft den Flug
durchführen wird, muss er den Kunden informieren.
Wechselt die dem Kunden als ausführende Fluggesellschaft genannte
Fluggesellschaft, muss der Reiseveranstalter den Kunden über den
Wechsel informieren. Er muss unverzüglich alle angemessenen Schritte
einleiten, um sicherzustellen, dass der Kunde so rasch wie möglich über
den Wechsel unterrichtet wird.
Von der Europäischen Kommission wird in regelmäßigen Abständen
eine „Gemeinschaftliche Liste der Luftfahrtunternehmen, gegen die die
EU-Kommission eine Betriebsuntersagung erlassen hat“, veröffentlicht.
Diese sogenannte Black List ist auf der Internetseite http://ec.europa.eu/
transport/modes/air/safety/air-ban/index_de.htm abrufbar.
14. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften
14.1 Der Reiseveranstalter wird Staatsangehörige eines Staates der
Europäischen Union, in dem die Reise angeboten wird, über Bestimmungen
von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften vor Vertragsabschluss
sowie über deren eventuelle Änderungen vor Reiseantritt unterrichten.
Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft.
Dabei wird davon ausgegangen, dass keine Besonderheiten in der Person
des Kunden und eventueller Mitreisender (z. B. Doppelstaatsangehörigkeit,
Staatenlosigkeit) vorliegen.
14.2 Der Reiseteilnehmer ist verantwortlich für das Beschaffen und
Mitführen der notwendigen Reisedokumente, eventuell erforderlicher
Impfungen sowie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften.
Nachteile, die aus dem Nichtbefolgen dieser Vorschriften erwachsen, z.
B. die Zahlung von Rücktrittskosten, gehen zu seinen Lasten. Dies gilt
nicht, wenn der Reiseveranstalter schuldhaft nicht, unzureichend oder
falsch informiert hat.
14.3 Der Reiseveranstalter haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung
und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische
Vertretung, wenn der Kunde den Reiseveranstalter mit der Besorgung
beauftragt hat, es sei denn, dass der Reiseveranstalter eigene Pflichten
schuldhaft verletzt hat.
15. Rechtswahl
Auf das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter
findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung. Dies gilt auch
für das gesamte Rechtsverhältnis.
Soweit bei Klagen des Kunden gegen den Reiseveranstalter im Ausland
für die Haftung des Reiseveranstalters dem Grunde nach nicht deutsches
Recht angewendet wird, findet bezüglich der Rechtsfolgen, insbesondere
hinsichtlich Art, Umfang und Höhe von Ansprüchen des Kunden
ausschließlich deutsches Recht Anwendung.
16. Gerichtsstand
16.1 Der Kunde kann den Reiseveranstalter nur an dessen Sitz verklagen.
16.2 Für Klagen des Reiseveranstalters gegen den Kunden ist der
Wohnsitz des Kunden maßgebend. Für Klagen gegen Kunden bzw. Vertragspartner
des Reisevertrages, die Kaufleute, juristische Personen des
öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die ihren Wohnsitz
oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben oder deren Wohnsitz
oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht
bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Reiseveranstalters vereinbart.
16.3 Die vorstehenden Bestimmungen über die Rechtswahl und den
Gerichtsstand gelten nicht,
a) wenn und insoweit sich aus vertraglich nicht abdingbaren Bestimmungen
internationaler Abkommen, die auf den Reisevertrag zwischen
dem Kunden und dem Reiseveranstalter anzuwenden sind, etwas anderes
zugunsten des Kunden ergibt oder
b) wenn und insoweit auf den Reisevertrag anwendbare, nicht abdingbare
Bestimmungen im Mitgliedstaat der EU, dem der Kunde angehört,
für den Kunden günstiger sind als die vertraglich vereinbarten Bestimmungen
oder die entsprechenden deutschen Vorschriften.
17. Allgemeines
17.1 Alle Angaben in den Prospekten entsprechen dem Stand bei Drucklegung.
17.2 Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages
hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge. Das
Gleiche gilt für die vorliegenden Reisebedingungen.
Stand: 15.07.2015
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