Tag 1 Ankunft in Amsterdam
Willkommen in einer der fahrradfreundlichsten Städte der Welt. Schon beim ersten Schritt durch Amsterdam spürt man, dass hier alles ein wenig entspannter läuft. Fahrräder klingeln fröhlich über Kopfsteinpflaster, Boote gleiten gemächlich durch die Grachten und aus kleinen Cafés duftet es nach frisch gebrühtem Kaffee.
Nach Ihrer Ankunft im Hotel haben Sie Zeit, die Stadt ganz in Ihrem eigenen Tempo zu erkunden. Wenn Sie früh angekommen sind, lohnt sich ein erster Spaziergang oder eine kurze Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch die unterschiedlichen Viertel der Stadt.
Schlendern Sie durch lebendige Einkaufsstraßen, entdecken Sie kleine Boutiquen oder lassen Sie sich einfach treiben. Amsterdam ist eine Stadt, die man wunderbar ohne festen Plan erkunden kann. Hinter jeder Ecke wartet eine neue Postkartenkulisse aus schmalen Giebelhäusern, kleinen Brücken und gemütlichen Plätzen. Museen, Restaurants und Terrassen am Wasser laden dazu ein, anzukommen und das besondere Flair der Stadt auf sich wirken zu lassen.
Vielleicht endet Ihr erster Abend bei einem gemütlichen Abendessen an einer der Grachten. Während die Lichter der Stadt sich im Wasser spiegeln, wächst die Vorfreude auf die kommenden Tage im Fahrradsattel.
Tag 2 Radtour nach Volendam oder Haarlem
Heute beginnt Ihr erstes großes Radabenteuer rund um Amsterdam. Sie können zwischen verschiedenen Touren wählen und entscheiden ganz nach Lust und Kondition, welche Richtung Sie einschlagen möchten.
Eine besonders beliebte Strecke führt Sie zu den historischen Fischerdörfern Marken und Volendam an der Küste der ehemaligen Zuiderzee. Schon kurz hinter Amsterdam öffnet sich eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Weite grüne Wiesen, kleine Kanäle, Deiche und traditionelle Häuser prägen das Panorama. Kühe grasen gemütlich in den Poldern und über Ihnen ziehen Möwen ihre Kreise.
Marken und Volendam gehören zu den bekanntesten Fischerdörfern der Niederlande. Die alten Holzhäuser, die kleinen Häfen und die maritime Atmosphäre erzählen Geschichten aus einer Zeit, als das Leben hier noch ganz vom Meer bestimmt war.
Wer möchte, kann unterwegs eine zusätzliche Schleife nach Edam einbauen. Die kleine Stadt ist weltweit berühmt für ihren runden Polderkäse. Ein kurzer Stopp lohnt sich unbedingt. Vielleicht probieren Sie ein Stück des leicht salzigen Edamer Käses und genießen dabei das lebendige Treiben rund um die historischen Grachten.
Auf dem Rückweg radeln Sie durch die charmanten Orte Monnickendam und Broek in Waterland. Beide Dörfer wirken fast wie kleine Freilichtmuseen mit ihren gepflegten Häusern, ruhigen Kanälen und gemütlichen Straßen.
Alternativ können Sie auch eine kürzere Strecke bis Monnickendam wählen. Diese Variante ist entspannter, führt jedoch nicht weiter nach Volendam, Marken und Edam.
Eine zweite Tour führt Sie stattdessen in die elegante Stadt Haarlem. Die etwa 46 Kilometer lange Strecke bringt Sie in eine der schönsten historischen Städte der Niederlande. Das Zentrum begeistert mit prächtigen Gebäuden, lebhaften Plätzen und einer Vielzahl kleiner Geschäfte. Kunstliebhaber, Shoppingfans und Genießer kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten.
Wer noch etwas zusätzliche Radkilometer sammeln möchte, kann einen Abstecher zur berühmten Dampfpumpmaschine von Cruquis unternehmen. Dieses technische Meisterwerk gilt als größte Dampfmaschine der Welt und erzählt eindrucksvoll von der Ingenieurskunst vergangener Zeiten.
Am Ende des Tages rollen Sie wieder entspannt nach Amsterdam zurück.
Tag 3 Radtour zum Schloss Muiden
Heute wartet eine weitere faszinierende Route durch die niederländische Kulturlandschaft. Die Strecke führt entlang des Flusses Amstel in Richtung Ouderkerk aan de Amstel.
Dieser Ort gilt als Paradebeispiel eines typisch alt holländischen Dorfes. Kleine Gassen, historische Häuser und eine ruhige Atmosphäre prägen das Bild. Besonders beeindruckend ist der alte jüdische Friedhof Beth Haim, was übersetzt Haus des Lebens bedeutet. Mit rund 28000 Gräbern ist er ein bedeutendes nationales Denkmal und zugleich der älteste noch genutzte jüdische Friedhof der westlichen Welt.
Die Fahrt geht weiter nach Abcoude. Die Landschaft rund um dieses idyllische Dorf inspirierte einst den berühmten niederländischen Maler Piet Mondriaan. Zwischen 1902 und 1908 malte er die Oostzijdse molen mehr als zwanzig Mal. Die Windmühle steht noch immer und kann heute noch besichtigt werden.
Weiter führt Ihre Route nach Weesp. Aufgrund seiner Grachten, Brücken und historischen Häuser wird der Ort liebevoll Klein Amsterdam an der Vecht genannt.
Kurz darauf erreichen Sie Muiden. Das malerische Dorf liegt an der Mündung der Vecht und ist vor allem für seine kleine Wasserburg bekannt. Das Schloss Muiderslot stammt aus dem Jahr 1280 und gehört zu den eindrucksvollsten mittelalterlichen Bauwerken der Niederlande. Ein Blick auf diese historische Burganlage wirkt wie eine kleine Zeitreise in das Mittelalter.
Nach vielen Eindrücken führt Sie der Weg schließlich zurück nach Amsterdam.
Tag 4 Radtour nach Zaandam und Zaanse Schans
Ihre letzte große Radtour bringt Sie in eine Region, die eng mit der wirtschaftlichen Geschichte der Niederlande verbunden ist.
Entlang des Flusses Zaan entwickelte sich bereits früh eine bedeutende Industrielandschaft. Hunderte von Sägemühlen arbeiteten hier einst mit Windkraft und ermöglichten den Bau der gewaltigen niederländischen Handelsflotte. Diese wiederum trug maßgeblich zum Wohlstand Amsterdams bei.
Die Strecke nach Zaandam führt vorbei an historischen Fabrikgebäuden, alten Lagerhäusern und zahlreichen Zeugnissen dieser frühen Industriekultur.
Ein besonderer Höhepunkt ist Zaanse Schans. Hier stehen mehrere beeindruckende Windmühlen, die bis heute aktiv genutzt werden. In einigen wird noch immer Senf, Farbe oder Öl produziert. Zwischen traditionellen Holzhäusern und den sich drehenden Flügeln der Mühlen entsteht eine einzigartige Atmosphäre, die zu den bekanntesten Kulturlandschaften der Niederlande zählt.
Nach diesem eindrucksvollen Tag kehren Sie wieder nach Amsterdam zurück. Wenn die Sonne langsam untergeht, bietet sich ein gemütlicher Spaziergang durch den romantischen Grachtenbezirk an. Die beleuchteten Brücken und die spiegelnden Wasserflächen sorgen für eine ganz besondere Stimmung.
Tag 5 Rückreise
Nach dem Frühstück endet Ihre Radreise durch die vielfältige Landschaft rund um Amsterdam. Vielleicht bleibt noch etwas Zeit für einen letzten Spaziergang durch die Stadt oder einen Kaffee an einer der Grachten.
Falls Ihre Abreise erst später erfolgt, können Sie Ihr Gepäck bequem in den großen Schließfächern am Bahnhof unterbringen und die verbleibenden Stunden nutzen, um noch einmal das entspannte Flair der Stadt zu genießen.
Streckenprofil
- überwiegend flache Radstrecken
- sehr gut ausgebaute Radwege
- Routen entlang von Flüssen Grachten und Deichen
- typische niederländische Polderlandschaft
- Tagesetappen zwischen etwa 45 und 63 Kilometern
- mehrere alternative Strecken möglich
Sehenswertes entlang der Route
- historische Grachtenstadt Amsterdam
- Fischerdörfer Marken und Volendam
- Käsestadt Edam
- Monnickendam und Broek in Waterland
- Stadt Haarlem mit historischem Zentrum
- Dampfpumpmaschine von Cruquis
- Ouderkerk aan de Amstel
- jüdischer Friedhof Beth Haim
- Abcoude und die Oostzijdse molen
- Weesp Klein Amsterdam an der Vecht
- Schloss Muiderslot in Muiden
- Industriekultur entlang des Flusses Zaan
- Windmühlen von Zaanse Schans
Absolute Highlights der Reise
- Radtour durch die typisch niederländische Polderlandschaft
- Besuch der historischen Fischerdörfer Volendam und Marken
- traditioneller Edamer Käse in Edam
- mittelalterliches Schloss Muiderslot
- Windmühlenlandschaft von Zaanse Schans
- romantische Grachten von Amsterdam
Hinweise zur Mitnahme eines Hundes
Die Region rund um Amsterdam eignet sich grundsätzlich gut für Reisen mit Hund. Viele Radwege verlaufen ruhig durch Natur und entlang von Wasserwegen. In Städten und Dörfern sollte der Hund meist angeleint werden.
Für längere Etappen empfiehlt sich ein Fahrradanhänger oder ein spezieller Hundekorb für das Fahrrad. Viele Cafés und Terrassen entlang der Route sind hundefreundlich und stellen oft sogar Wassernäpfe bereit. In den historischen Ortskernen kann es stellenweise lebhafter werden, weshalb eine gute Planung der Pausen sinnvoll ist.
